Mai 25, 2019

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Einlassungen Fatih Akin



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Hamburg - Der Filmregisseur Fatih Akin hat "Bild" Rassismus und Volksverhetzung vorgeworfen. In einem Interview mit dem stern sagte er, hinter den Berichten von "Bild" über Sibel Kekilli und Birol Ünel, die beiden türkischstämmigen Hauptdarsteller seines Films "Gegen die Wand", habe eine "Kampagne" gesteckt. "Das Ziel ist Rassismus," sagte Akin. Das sei "ganz eindeutig" gewesen "bei der Birol-Geschichte in der ‚Bild’-Zeitung. Das ist doch Volksverhetzung." (Stern.de am 9. März 2004) [1]


Wortlaut eines von Fatih Akins verfassten offenen Briefes [2]

Hiermit verkünde ich meinen Protest gegen den Volksentscheid der Schweiz gegen den Bau von Minaretten an Moscheen.

Dieser Volksentscheid widerspricht meinem Verständnis von Humanismus, Toleranz und dem Glauben daran, dass ein harmonisches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Rasse und Religion möglich sein muss.

Da ich Kind moslemischer Eltern bin, die in Minaretten keinen politischen Islam, sondern lediglich die vollständige Architektur ihrer Gotteshäuser sehen, fühle ich mich durch den Volksentscheid auch persönlich betroffen.

Deswegen weigere ich mich, in die Schweiz einzureisen. Ich werde am 16. Dezember 2009 nicht zur Schweizer Premiere meines Films “Soul Kitchen” erscheinen, um meinen Film dort zu bewerben.

Ich möchte durch meine Abwesenheit meinen Unmut ausdrücken. Mehr liegt leider nicht in meiner Hand.

Ich kann mir das Votum der Schweizer gegen den Minarettenbau nur mit Angst erklären. Angst ist die Quelle allen Übels. "Angst essen Seele auf" heißt ein Film von Rainer Werner Fassbinder. Vielleicht hat die Angst in der Schweiz schon zu viele Seelen aufgegessen.

Fatih Akin

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