Sep 25, 2018

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Einlassungen Gerhard Widder



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1. In der Funktion als Verwaltungsratsvorsitzender bei der Sparkasse Mannheim und Vorsitzender des Kreditausschusses hat Widder ein Finanzdesaster exorbitanten Ausmaßes mitzuverantworten. Durch Verletzung seiner Prüfungspflicht ist er für die
  • größte Pleite in der Geschichte der bundesdeutschen Sparkassen verantwortlich
  • tolerierte nicht nur die riskanten Darlehen sondern forderte sie regelrecht von den verantwortlichen Bankmanagern
  • als ein zuständiger Sachbearbeiter der Bank das Ausfallpotential "bei einer sofortigen Insolvenz auf ca. 20 Millionen Mark" schätzte, befand Widder laut Sitzungsprotokoll, dass "im Einzelfall auch Misserfolge möglich" wären, die aber "durch erzielte Erfolge in der Breite <…> in Kauf zu nehmen" seien.
  • auf rund 850 Millionen Mark addierte sich der Wertberichtigungsbedarf. Um die Sparkasse zu stützen, musste der Steuerzahler 50 Millionen Mark zuschießen.

Seine Bilanz als Oberbürgermeister dagegen:

  • Die Arbeitslosenquote in Mannheim ist 2007 etwa doppelt so hoch ist wie die im restlichen Baden Württemberg. In keiner anderen Großstadt und auch in keinem anderen baden-württembergischen Stadt- oder Landkreis liegt die Arbeitslosenquote so hoch wie in Mannheim. (Anfang der 80er, zu Beginn seiner Amtszeit lag die Arbeitslosenquote bei rund 3,5 Prozent)
  • weit überdurchschnittlichen Sozialhilfe- und Wohngeldempfängerzahlen unter seiner Führung
  • als einzige Kommune in Baden Württemberg hat Mannheim zum Jahresende 2005 eine Gesamtverschuldung von über einer Milliarde Euro erreicht. Die Verschuldung der Stadt Mannheim betrug zum 31.12.2000 schon rund 673 Millionen Euro.
  • die Rekordverschuldung von Mannheim am Ende seiner Amtszeit als Oberbürgermeister beträgt 1,24 Milliarden Euro! [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
2. Widder förderte Mitte der 90er aktiv die Islamisierung in Mannheim und den Bau einer zentral gelegenen Großmoschee. Er setzte sich persönlich dafür ein, dass die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee 1995 im Zentrum der Stadt und nicht an der Peripherie errichtet wurde. Benannt ist diese Moschee nach Sultan Selim I., genannt Yavuz (= der Gestrenge). Bis zur Eröffnung der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh 2008 war sie die größte Moschee Deutschlands. Sultan Selim I., ein Sunnit, war vor rund 500 Jahren brutal gegen die Aleviten vorgegangen. Zitat von Feti Bölükgiray, Vorsitzender einer der größten Aleviten-Organisationen von Istanbul: "Yavuz Selim Sultan ist dafür bekannt, das größte Massaker der Geschichte an den Aleviten begangen zu haben" [9]

Als Ende Dezember der Trägerverein der Moschee, der Islamische Bund den türkischen Rechtsextremisten Lütfi Emre, 48, zum neuen Moschee-Chef bestimmt, akzeptiert Widder diese Benennung. Emre ist Anhänger der ultrarechten "Grauen Wölfe" und genießt die Unterstützung staatlicher Stellen der Türkei. [10]

Als türkischer Rechtsextremist, Anführer der rechtsextremen türkischen Grauen Wölfe und neuer Selim I.-Moschee-Chef, ist Emre ein "geschätzter Partner" von Widder. Schon wenige Wochen nach der Wahl des Moschee-Bosses empfing Widder den türkischen Nationalisten im Rathaus und verabschiedete mit ihm ein gemeinsames Kommuniqué. Darin bekundete Widder treuherzig, das Konzept der "Offenen Moschee" sei keineswegs in Gefahr, und bescheinigt deren neuem Vorsitzenden, er setze sich "aktiv für die Integration in der Bundesrepublik" ein. Was die "interkulturelle Arbeit" angeht, beteuerten der Sozi und der Graue Wolf einträchtig, bestehe zwischen ihnen "Einigkeit". [11]



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